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Gemeinsamer Unterricht - GU
DasZiel im ständig andauernden Prozess "Gemeinsamer Unterricht"
liegt in der gesellschaftlichen, für alle Menschen selbstverständlichen
Integration behinderter Menschen. Die soziale und psychische Integration
behinderter Menschen im frühen Lebensalter liefert einen wertvollen Beitrag für
unsere Gesellschaft.
Dies verlangt nach einer gemeinsamen Pädagogik, die an unserer Schule die Montessori
- Pädagogik darstellt.
- Die nicht behinderten Kindern lernen Rücksicht zu nehmen und Verantwortung
für andere zu tragen.
- Für die behinderten Kinder bedeutet die Integration eine Vorbereitung auf ein
Leben unter nicht behinderten Menschen. So lernen sie frühzeitig sich zu
behaupten und durchzusetzen. Außerdem machen sie Erfahrungen der Solidarität
ihrer Mitschüler, der Kooperation und dem Getragen sein in einer Gruppe. Die
Schüler-/innen lernen von anderen z.B. den Materialumgang durch Nachahmung.
"...
vom Tanz auf dem Seil, das während des Tanzens
weitergesponnen wird..."
Wir machen Erfahrungen der Bereicherung und der Chance, aber auch
Grenzerfahrungen bzgl. des Integrationskonzeptes. Einige behinderte Kinder
benötigen die Betreuung in besonderen Gruppen an einer Sonderschule mit
entsprechenden Therapie- und Fördermöglichkeiten. Nicht jedes Kind ist an einer
Grundschule angemessen zu fördern.
Mit Hilfe eines Gutachtens (VO-SF = Feststellung des sonderpädagogischen
Förderbedarfs) wird vor Schuleintritt der Förderort festgelegt. Dies kann der
Gemeinsame Unterricht (GU) oder die Sonderschule (z.B. Sonderschule für
Lernbehinderte, Sprachbehinderte oder Körperbe-hinderte) sein.
Die Klassenstärke ist mit ca. 27 Kindern pro Klasse sehr hoch.
Die Sonderschullehrerin betreut nur bis zu drei Stunden bei erhöhtem
Förderbedarf pro Woche jedes behinderte Kind.
Die Förderung findet
- in einer kleinen Lerngruppe
oder
- in Einzelsituationen oder
- in der Klasse während der
FA statt.
Im Förderunterricht werden unterschiedliche Bereiche der Kinder gefördert:
das Arbeits- und Sozialverhalten, das kognitives Lernen mit den entsprechenden
Unterrichtsfächern, das Sprachverhalten, die Motorik, die Sensorik und die Wahrnehmung.
Diese werden im Förderunterricht umgesetzt:
- Psychomotorik
- Graphomotorik
- Wahrnehmungsförderung
- Sprachförderung
- Rhythmik und Bewegung.
Einige körper- und sprachbehinderte Schüler werden zielgleich nach den
Richtlinien der Grundschule unterrichtet, während die lernbehinderten Schüler
nach den Richtlinien der Sonderschule für Lernbehinderte zieldifferent
unterrichtet werden.
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